Die Stadt als Baustelle und als Ort technischen Fortschritts

Die Ausstellung „Marianne Strobl 1865-1917 – Industrie-Fotografin in Wien“ im Verborgenen Museum Berlin zeigt Arbeiten der ersten Industriefotografin der k.u.k. Monarchie.

Eine gigantische Baustelle nimmt den gesamten Bildraum ein. Rechts und links säumen herrschaftliche Häuser die Szenerie, Schaulustige tummeln sich hinter der Baustellenabsperrung und hinter den mit Gardinen behangenen Fenstern. Auf der gesamten Fläche des Bildes, über den Bauplatz verteilt, haben Arbeiter mit Schaufeln in der Hand Stellung bezogen. Bauaufseher, vornehm gekleidet und ohne Schaufel, begutachten und delegieren – ihre privilegierte Position ist klar ersichtlich. Die Aufnahme erinnert an ein Tableau vivant: Sie entstand nicht spontan, sondern wurde inszeniert, die Dargestellten verharren in ihren Positionen, die unterschiedliche Arbeitsschritte andeuten, sie posieren, deuten die tatsächlichen Handlungen regelrecht an. Ihre Blicke laufen auf einen gemeinsamen Punkt zu, werden an jener Stelle gebündelt, wo die über das Geschehen regieleitende Person, der „Specialist für Blitzlicht-Photographien“, hinter der Kamera steht.

Die Fotografie ist Teil eines Mappenwerks, das in den Jahren 1896 bis 1898 im Auftrag der Baufirma Pittel & Brausewetter entstand. Aufgenommen wurde sie nicht etwa von einem Mann – wohl der erste Gedanke mit Blick auf die Entstehungszeit und das Motiv –, sondern von der Fotografin Marianne Strobl (1865-1917)…

Hier geht es zum Text auf www.art-in-berlin.de

Das Verborgene Museum

Abbildung: Marianne Strobl, Zuckermagazin in Mohac, 1914 © Photoinstitut Bonartes, Wien

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